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Veloabstellanlage Bahnhof Palézieux. Foto: Cindy Freudenthaler
Veloabstellanlage Bahnhof Palézieux. Foto: Cindy Freudenthaler

Das Bundesamt für Verkehr BAV hat im Februar 2026 eine Richtlinie zu "Vereinbarungen der Infrastrukturbetreiberin mit Dritten" in Vernehmlassung geschickt. Sie sieht unter anderem vor, dass mit Mitteln des Bahninfrastrukturfonds BIF bis zu 50 % der Kosten an Velo-Abstellanlagen an Bahnhöfen geleistet werden können. Voraussetzung ist ein regionales Gesamtkonzept, damit eine Ungleichbehandlung zwischen den Gemeinden vermieden wird.

Bei Veloparkplätzen im Freien liegt der Maximalbetrag pro Parkplatz bei 750 Franken, in Gebäuden bei 1'500 Franken. Kommerzielle Parkhäuser werden maximal zur Hälfte dieser Ansätze unterstützt.

 
Illustration: BAV
Illustration: BAV

Mobilitätsdaten sind zunehmend unverzichtbar für ein funktionierendes und effizientes Mobilitätssystem. Die Vereinfachung des Austauschs und der Nutzung von Mobilitätsdaten über alle Verkehrsträger und Verkehrsmittel hinweg leistet einen immer wichtigeren Beitrag, damit die Infrastruktur und die Angebote optimal geplant, betrieben und genutzt werden können. Dies betrifft auch den Veloverkehr, wenn man an Abstellanlagen an Bahnhöfen oder Bikesharing-Angebote denkt. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, eine nationale Mobilitätsdateninfrastruktur (MODI) aufzubauen, über die sich die verschiedenen Akteure effizienter vernetzen sowie Mobilitätsdaten standardisiert bereitstellen, verknüpfen und beziehen können. Er hat im Juni 2025 eine entsprechende Botschaft an das Parlament verabschiedet. (Informationen auf der Website des Bundesamtes für Verkehr)

 

Nationalrätin und Cycla-Vorstandsmitglied Marionna Schlatter (Grüne, ZH) verlangte in einer Interpellation Antworten zur Frage, ob der Bundesrat zur Lösung der Schnittstellenproblematik zwischen Autobahnen und lokalem Strassennetz weiterhin auf die Förderung flächeneffizienter Verkehrsmittel wie den ÖV oder den Fuss- und Veloverkehr setzt. Der Bundesrat bejaht die Frage und verweist auf die finanzielle Unterstützung von Agglomerationsprogrammen, in denen "unter anderem auch Infrastrukturen für den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr sowie die Aufwertung des Strassenraumes" realisiert werden können. Dabei sorgt "die Unterstützung attraktiver Verkehrsdrehscheiben [...] für eine verkehrsmittelübergreifende Vernetzung von Stadt und Land sowie eine Reduktion der Schnittstellenprobleme".

 

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