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Eine vom ASTRA finanzierte Studie (↗ mobilityplatform) macht Vorschläge, wie die Dunkelziffer bei den Unfalldaten verringert werden könnte. Gerade bei Velounfällen liegt der Anteil nicht der Polizei gemeldeter Fälle bei 80 % - 90 %. Nationalrat Michael Töngi (Grüne/LU) möchte mittels einer Interpellation vom Bundesrat wissen, wie er diese Vorschläge bewertet und welche davon er umsetzen will, um die Dunkelziffer zu senken.

 

©Ulrike Bahl - DGUV
©Ulrike Bahl - DGUV

Jährlich werden in der Schweiz rund 30 Velofahrer:innen bei Unfällen mit schweren Motorfahrzeugen schwer verletzt oder getötet. Es ist davon auszugehen, dass ein grosser Teil dieser Unfälle sogenannte Totwinkel-Unfälle sind, will heissen, dass der Chauffeur bzw. die Chauffeuse das Velo nicht gesehen hat oder sehen konnte, weil es sich im Toten Winkel befand.

Seit 2024 müssen neu in Verkehr gesetzte Fahrzeuge über Totwinkelassistenzsysteme verfügen; eine Nachrüstepflicht für ältere Fahrzeuge gibt es nicht. Nationalrat Bruno Storni (SP/TI) schlägt in einer Motion nun vor, dass die Nachrüstung mit Geldern aus der Schwerverkehrsabgabe mit bis zu 50 % unterstützt werden soll. 2023 hatte der Bundesrat in der Antwort zu einer Interpellation von Roland Fischer (GLP/LU) die finanzielle Unterstützung der Nachrüstung abgelehnt.

 

Foto: Straßenbauamt Kreis Esslingen
Foto: Straßenbauamt Kreis Esslingen

Sogenannte "Sharrows" sind Fahrbahnmarkierungen, bestehend aus einem Velosymbol und zwei Pfeilen. Sie signalisieren den Velofahrenden, welche Fahrposition empfohlen ist, und dem übrigen Verkehr, dass auf Velofahrende besonders Rücksicht genommen werden soll. Sharrows werden in anderen Ländern auf schmalen Strassen oder entlang parkierter Autos angebracht. Deren Verwendung wird in der DACH-Studie "RADBEST" empfohlen. Nationalrätin Gabriela Suter (SP/AG) fordert den Bundesrat mittels einer Motion auf, diese Markierung auch in der Schweiz zuzulasssen.

 

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