top of page

Themen

Illustration: BAV
Illustration: BAV

Mobilitätsdaten sind zunehmend unverzichtbar für ein funktionierendes und effizientes Mobilitätssystem. Die Vereinfachung des Austauschs und der Nutzung von Mobilitätsdaten über alle Verkehrsträger und Verkehrsmittel hinweg leistet einen immer wichtigeren Beitrag, damit die Infrastruktur und die Angebote optimal geplant, betrieben und genutzt werden können. Dies betrifft auch den Veloverkehr, wenn man an Abstellanlagen an Bahnhöfen oder Bikesharing-Angebote denkt. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, eine nationale Mobilitätsdateninfrastruktur (MODI) aufzubauen, über die sich die verschiedenen Akteure effizienter vernetzen sowie Mobilitätsdaten standardisiert bereitstellen, verknüpfen und beziehen können. Er hat im Juni 2025 eine entsprechende Botschaft an das Parlament verabschiedet. (Informationen auf der Website des Bundesamtes für Verkehr)

 

Nationalrätin und Cycla-Vorstandsmitglied Marionna Schlatter (Grüne, ZH) verlangte in einer Interpellation Antworten zur Frage, ob der Bundesrat zur Lösung der Schnittstellenproblematik zwischen Autobahnen und lokalem Strassennetz weiterhin auf die Förderung flächeneffizienter Verkehrsmittel wie den ÖV oder den Fuss- und Veloverkehr setzt. Der Bundesrat bejaht die Frage und verweist auf die finanzielle Unterstützung von Agglomerationsprogrammen, in denen "unter anderem auch Infrastrukturen für den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr sowie die Aufwertung des Strassenraumes" realisiert werden können. Dabei sorgt "die Unterstützung attraktiver Verkehrsdrehscheiben [...] für eine verkehrsmittelübergreifende Vernetzung von Stadt und Land sowie eine Reduktion der Schnittstellenprobleme".

 

Mit dem Bevölkerungswachstum und der inneren Verdichtung von Siedlungen nimmt auch der Autoverkehr zu, insbesondere dort, wo sich die Schnittstellen von Autobahnen und dem untergeordneten Netz befinden. Bereits im Jahre 2020 hat sich der Bundesrat in einem Bericht zum Postulat von Thierry Burkart mit dieser Frage beschäftigt. Darin stellt er fest, dass als Lösung zur Schnittstellenproblematik "flächeneffiziente Verkehrsmittel wie der ÖV oder der Fuss- und Veloverkehr" zu fördern sind. Zudem soll der Verkehr nach dem 4V-Prinzip behandelt werden: vermeiden, vernetzen, verlagern und verträglich gestalten. Nationalrätin Marionna Schlatter verlangt nun in einer Interpellation Antworten zur Frage, wie sich der Bundesrat die Umsetzung dieses Berichtes vorstellt.

 

© 2025 cycla - die Schweizer Velo-Allianz  |  Impressum

bottom of page